Wie war das denn damals…?

Als Kinder hingen wir unseren Großeltern an den Lippen, wenn sie von Früher erzählten. Wir tauchten in diese Geschichten und Bilder ein. Eine faszinierende Welt tat sich da auf. Und irgendwie haben wir wohl auch gespürt, dass diese Welt etwas mit uns zu tun hat, dass das, was unsere Großeltern und Eltern erlebt hatten, auch Folgen für uns hat. Sie erzählten von unseren Wurzeln.

Unsere Zeit ist schnelllebig und von rasanten Veränderungen geprägt.
Auch die Kirche bleibt nicht davon verschont. Gemeinden schließen sich zusammen, Projekte entstehen, Kirche zeigt Gesicht in der heutigen Gesellschaft.
Anderes aber vergeht.
Gruppen, die eine lange Tradition haben, werden kleiner und immer älter. Nicht mehr die Kontinuität einer Gruppe ist heute gefragt, eher einmalige Veranstaltungen.
Kirchenräume werden entwidmet. Gemeindehäuser und auch Kirchen abgerissen. Auch so entsteht ein anderes Bild von Kirche.
Damit das, was Kirche in vielen Jahrzehnten in den Gemeinden geprägt hat, nicht verloren geht, muss es erzählt und festgehalten werden. So kann die Glut der Tradition weitergegeben werden.
Und spätere Generationen können sich ein Bild machen, wie das damals war in der Kirche, in der sie sich heute engagieren.

Johanna Wittmann